PTFE-Comeback bei Dyneon: Was sich bei Werkstoffen und Verfügbarkeit ändert
Als wir im Juni die Zukunft von PTFE nach drei Jahren PFAS-Debatte eingeordnet haben, war klar: Dyneon bleibt erhalten und soll unter neuem Eigentümer wieder produzieren. Offen war allerdings, welche Werkstoffe tatsächlich zurückkehren – und wann.
Inzwischen zeichnet sich ein klareres Bild ab: Dyneon fährt die Produktion wieder hoch. Nach aktuellem Stand sollen am Standort Gendorf wieder virginales PTFE, modifiziertes PTFE (mPTFE), PFA und weitere Fluorpolymere hergestellt werden.
Was bedeutet der Dyneon-Neustart für PTFE und mPTFE?
Für uns als Dichtungshersteller und für viele unserer Kunden ist diese Entwicklung relevant. Gerade bei mPTFE war Dyneon mit seinen TFM™ Werkstoffen über viele Jahre ein etablierter Anbieter.
Der angekündigte Neustart könnte die Verfügbarkeit bewährter Werkstoffe aus europäischer Produktion verbessern und Lieferketten stabilisieren. Gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten gewinnt eine europäische Fertigung zusätzlich an Bedeutung: kürzere Lieferwege, geringere Abhängigkeiten und eine höhere Versorgungssicherheit.
Welche PTFE-Werkstoffe kommen zurück?
Noch sind wichtige Fragen offen. Welche Typen werden tatsächlich wieder produziert? Wann ist mit ersten regulären Lieferungen zu rechnen? Werden die bekannten Qualitäten in unveränderter Spezifikation zurückkehren? Und was bedeutet der Neustart für bestehende Freigaben und Anwendungen?
Ein weiterer wichtiger Punkt sind PTFE-Compounds wie TFM™ 4105. Nach den uns derzeit vorliegenden Informationen ist deren Produktion zunächst nicht vorgesehen.
Wir fragen bei Dyneon in Gendorf nach
Ende September sind wir bei Dyneon vor Ort und sprechen mit den Verantwortlichen über den Neustart. Dabei interessieren uns vor allem die Fragen, die für Anwender entscheidend sind: Produktportfolio, Verfügbarkeit, Qualität, Liefersicherheit – und natürlich die Zukunft von mPTFE.
Nach den Unsicherheiten der vergangenen Jahre wäre die Rückkehr eines etablierten europäischen Herstellers eine wichtige Entwicklung. Ob und in welchem Umfang das PTFE-Comeback tatsächlich gelingt, wollen wir deshalb aus erster Hand erfahren.
Sie haben selbst eine Frage zur künftigen Verfügbarkeit von PTFE oder mPTFE? Sprechen Sie uns an.
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PTFE nach drei Jahren PFAS-Debatte
Mehr Klarheit – aber noch keine einfachen Antworten
Wo steht PTFE nach drei Jahren PFAS-Debatte? Wir ordnen die Entwicklungen bei Regulierung, Verfügbarkeit und Werkstoffalternativen aus Sicht der Dichtungstechnik ein.
PTFE im fachlichen Austausch
Die Zukunft von PTFE im Gespräch
Wie entwickelt sich PTFE weiter – und was bedeuten PFAS-Debatte, veränderte Lieferketten und mögliche Alternativen für Betreiber? Jörg Skoda greift diese Fragen im Herbst auf mehreren Fachveranstaltungen auf – jeweils mit einer eigenen Perspektive.
Beim IGR Erfahrungsaustausch Technik ordnet er die Entwicklung von PTFE und Fluorpolymeren im Kontext der PFAS-Debatte ein. Beim VDI-Jahrestreffen der Betriebsingenieure steht stärker die Frage im Mittelpunkt, wie Betreiber mit Abhängigkeiten, Alternativen und funktionierenden Dichtsystemen umgehen sollten. Auf der Valve World Expo richtet sich der Blick schließlich konkret auf PTFE und mPTFE in Pumpen und Armaturen – und auf die Frage, wie eine belastbare Werkstoffstrategie mit qualifizierten Optionen aussehen kann.