Kleberfreie LE-Safe Dichtungen für kryogene Anwendungen Kryogene Anwendungen stellen neue Anforderungen an Dichtsysteme
Kryogene Anwendungen rücken zunehmend in den Fokus von Armaturenherstellern und Anlagenbetreibern. In LNG-Infrastrukturen, Wasserstoffsystemen oder Sauerstoffanwendungen wirken extrem niedrige Temperaturen direkt auf das Verhalten von Werkstoffen und Dichtungen.
Unter diesen Bedingungen müssen Dichtsysteme mehr leisten als reine Dichtheit. Sie müssen zuverlässig funktionieren, strukturell stabil bleiben und gleichzeitig Kontamination vermeiden – auch unter extremen thermischen Belastungen.
Einen detaillierten Fachbeitrag zu diesem Thema haben wir kürzlich in der Industrial Valves veröffentlicht.
Klebstoffe als potenzieller Risikofaktor
Lamellendichtungen haben sich in metallisch dichtenden Armaturen bewährt, insbesondere in dreifach-exzentrischen Absperrklappen, da sie die Elastizität von Graphit mit der Stabilität metallischer Träger kombinieren.
Zur Stabilisierung werden die einzelnen Lagen häufig verklebt. Unter kryogenen Bedingungen kann dies jedoch zum Problem werden. Sehr niedrige Temperaturen können dazu führen, dass Klebstoffe verspröden, wodurch Mikrorisse oder strukturelle Schwächen entstehen können. In sensiblen Medien wie Sauerstoff erhöht sich zudem das Risiko von Kontamination.
Gerade in kritischen Anwendungen entsteht dadurch ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor.
Bei sehr niedrigen Temperaturen und sensiblen Medien wie Sauerstoff können organische Materialien ein Risiko darstellen. Dichtsysteme sollten daher so ausgelegt sein, dass solche potenziell kritischen Elemente möglichst vermieden werden.
LE-SAFE: Kleberfreie Technologie für kryogene Bedingungen
Mit der LE-SAFE Technologie hat IDT eine vollständig kleberfreie Lamellendichtung entwickelt. Die Stabilität der Lamellenstruktur wird dabei nicht durch Klebstoffe, sondern durch das Dichtungsdesign selbst sowie die mechanische Einspannung in der Armatur sichergestellt.
Dieses Konstruktionsprinzip lässt sich auch auf Kammprofil- und Wellringdichtungen übertragen, sodass kleberfreie Lösungen sowohl für anspruchsvolle als auch für Standardanwendungen realisiert werden können.
Das Ergebnis ist ein Dichtsystem, das gezielt für herausfordernde Einsatzbedingungen – insbesondere im Kryobereich – ausgelegt ist.
Vorteile für Armaturenhersteller und Anlagenbetreiber
Durch den Verzicht auf Klebstoffe entfällt eine bekannte Schwachstelle im System. Organische Bestandteile können nicht verspröden, und das Risiko von Kontamination wird reduziert. Gleichzeitig bleibt die strukturelle Integrität auch bei sehr niedrigen Temperaturen erhalten und ermöglicht eine zuverlässige Dichtleistung über lange Einsatzzeiten.
LE-Safe Dichtungen eignen sich daher insbesondere für dreifach-exzentrische Absperrklappen sowie für andere metallisch dichtende Armaturen und Flanschverbindungen in kritischen Anwendungen.
Fazit
Mit der steigenden Bedeutung kryogener Anwendungen wachsen auch die Anforderungen an Dichtsysteme.
Kleberfreie LE-Safe Dichtungen eliminieren eine zentrale Schwachstelle konventioneller Lösungen und ermöglichen so ein höheres Maß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und langfristiger Performance.
Ein ausführlicher Fachbeitrag hierzu ist kürzlich in der ist in Industrial Valves erschienen.
„Improving Valve Reliability in Critical Applications – Adhesive-Free Technology for Triple-Offset Valves
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FAQ zu kleberfreien LE-Safe Dichtungen in Kryo-Anwendungen #
Klebstoffe können bei sehr niedrigen Temperaturen verspröden und ihre Funktion verlieren. Zudem können sie in sensiblen Medien wie Sauerstoff Kontaminationsrisiken verursachen.
Ja. Die mechanischen Eigenschaften und die erreichbare Dichtleistung bleiben vergleichbar, während Risiken durch Alterung oder Delamination entfallen.
Insbesondere für kryogene Anwendungen in LNG-, Wasserstoff- und Sauerstoffsystemen sowie für dreifach-exzentrische Absperrklappen.
Sie erhöht die Prozesssicherheit, reduziert Kontaminationsrisiken und sorgt für stabile Dichtleistung auch unter extremen Temperaturbedingungen.